Taucher am Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktuelles

Weltweit Gewässer reinigen

International Coastal Cleanup Day 2017

September 2017 - Auch dieses Jahr werden am 16. September weltweit Freiwillige Küsten und Gewässer von Müll befreien.  Und wie  in den vergangenen Jahren ruft ebenfalls der NABU seine Gruppen und andere engagierte Menschen dazu auf Reinigungsaktionen in diesem Zeitraum durchzuführen.

Im letzten Jahr waren es mit über 590 Teilnehmern bei 31 Aktionen mehr Freiwillige als je zuvor, die sich im gesamten Bundesgebiet an Reinigungsaktionen des NABU beteiligten. Von Borkum bis Greifswald, von Flensburg bis Köln befreiten die Aktiven Flüsse, Seen und Strände von insgesamt 4,3 Tonnen für die Umwelt gefährlichen Abfällen.

Zeigen wir gemeinsam am International Coastal Cleanup Day 2017 von wie viel Müll wir die Natur dieses Jahr befreien können!


Gewässerretter auf und im Wasser - die große "NABU macht Meer"-Tour im August 2017

August 2017 - Zehn Tage lang waren mehr als 30 NABU-Aktive sowie Wissenschaftler mit dem Traditionssegler „Ryvar“ unterwegs auf Nord- und Ostsee, haben in sechs Häfen Station gemacht und dort im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen und Fachformaten auf die aktuellen Herausforderungen des Meeresschutzes aufmerksam gemacht. Hunderte Menschen waren bei uns an Bord oder an den Infoständen der „NABU macht Meer“-Tour und haben sich über die aktuellen Herausforderungen im Meeresschutz informiert.

Neben einzigartigen Naturmomenten musste die Crew aus Naturschützern und Wissenschaftlern auch die weit fortgeschrittene Industrialisierung an unseren Küsten erleben. Offshore-Industrie, Fischerei, Schifffahrt oder Plastikvermüllung – die Belastungen sind allgegenwärtig.
Mitarbeiter der Hochschule Magdeburg-Stendal setzten an Bord der „Ryvar“ eine neue Methode der Mikroplastik-Erfassung ein und filterten entlang der Route von 250 Seemeilen. Erste mikroskopische Untersuchungen zeigten, dass in jeder Probe Plastikfragmente und Textilfasern zu finden sind.

In Kiel haben dabei die „Gewässerretter“ gemeinsam ein Zeichen gegen die Müllflut in unseren Meeren gesetzt. Begleitet von Seglern, Kanuten und Tauchern lief die Ryvar vor dem Kieler Landtag ein. Mit der Aktion zeigen wir, dass wir das Problem Meeresmüll mit vereinten Kräften angehen müssen, um was zu erreichen - so wie es Segler, Taucher, Kanuten und Naturschützer mit dem Projekt Gewässerretter tun.

Einlaufparade der Gewässerretter in Kiel - Foto: Volker Gehrmann

50 Prozent für die Natur

Für viele überraschend war, wie laut die Nord- und Ostsee heute sind. An sechs Stationen in verschiedenen Meeresschutzgebieten führte das Institut für Technische und Angewandte Physik aus Oldenburg Unterwasserschallmessungen durch. Schon die Hintergrundbelastung von 120 bis zu 140 Dezibel stellt für Schweinswale eine große Belastung dar. Näherte sich ein Containerschiff oder eine Fähre, so stieg der Wert um sechs bis zehn Dezibel an, was mehr als einer Verdopplung der Lärmbelastung entspricht.

In der Elbmündung führte der NABU auch eigene Messung zu den ultrafeinen Rußpartikeln aus Schiffsemissionen durch. Dabei wurde der bis zu 200fache Wert gegenüber der Hintergrundbelastung gemessen. Eine große Gefahr für Mensch und Umwelt.

Unsere Botschaft ist deshalb klar: Deutschland braucht einen Kurswechsel in der Meerespolitik. 50 Prozent der Schutzgebiete müssen der Natur vorbehalten sein und eine eigene Meeresschutzbehörde muss aufgebaut werden.

Weitere Informationen auf www.NABUmachtMeer.de sowie im NABU-Blog.


Eine Tonne Müll in zwei Stunden

Große Aufräumaktion am Berliner Landwehrkanal

03.09.2016 - Bereits am 3. September fand im Rahmen des International Coastal Cleanup 2016 am Berliner Landwehrkanal eine große Aufräumaktion statt. Dass diese dringend notwendig war, zeigt die traurige Müllbilanz: Taucher fischten Einkaufswagen, Fährräder, Straßenschilder, ein Sortiment an Gartenstühlen, tausende Flaschen, Kronkorken, Zigarettenkippen und Reste von Tüten und Plastikverpackungen – insgesamt eine Tonne Müll – aus dem Wasser.

Insgesamt haben sich 40 Freiwillige auf dem 70 Meter langen Kanalabschnitt mit angepackt, darunter 13 Taucher – vom NABU, vom Müllsammelfloß Panther Ray, von Mitgliedern des Tauchsportklub Adlershof und von Tauchern des VDST (Verband Deutscher Sporttaucher).

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die aktiv teilgenommen und den Tag zu einem Erfolg für die Umwelt gemacht haben: die Landestauchsportverbände Berlin und Brandenburg, die „Stinknormalen Superhelden“, die mit fantasievollen Kostümen heldenhaft im Einsatz waren, die DLRG, die Wasserschutzpolizei, die BSR und die Freiwilligen, die spontan an Land mit angepackt haben.

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