Taucher am Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktuelles

OstseeLIFE und Gewässerretter auf der boot 2019

Januar 2019 – Vom 19. bis zum 27. Januar 2019 präsentiert der NABU auf der weltgrößten Wassersportmesse boot seine virtuelle Unterwasser-Realität OstseeLIFE. Messebesucher und –besucherinnen können mit VR-Brillen in Seegraswiesen, Steinriffe und das Reich alter Schiffswracks eintauchen; zuhause oder unterwegs ist der virtuelle Tauchgang auch am Desktop, Smartphone oder Tablet möglich. „Nur wer die einzigartige Schönheit an unseren Küsten kennt, der weiß auch, was die Natur hier so schützenswert macht“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Etwa 2.700 Arten leben in der Ostsee, ein Drittel davon steht auf der Roten Liste und gilt als bedroht. Schuld daran ist der Mensch. Überfischung, Industrialisierung, Nährstoffbelastung und immer mehr Plastikmüll machen dem kleinen Brackwassermeer zu schaffen. OstseeLIFE zeigt auch, wie man sich für den Schutz der Meere engagieren kann, beispielsweise mit dem Gewässerretter-Portal (mehr dazu hier).

Auf der boot ist der NABU in Halle 3 am VDST-Stand (A54) und in Halle 14 am Gemeinschaftsstand „Love your Ocean“ (B22 und B31) zu finden. NABU-Vorträge finden auf der „Love your Ocean”-Bühne an folgenden Terminen statt: 19. und 21.1. jeweils 14:45 Uhr, 20.1. 15:45 Uhr, 26.1. 14:00 Uhr und 27.1. 14:30 Uhr. Vorträge im Maritimen Klassenzimmer (Halle 14, Stand A02) finden statt am 19. und 26.1. um 14:00 Uhr und am 27.1. 13:30 Uhr.

OstseeLIFE-VR-Modul - Foto: NABU/Kim Detloff

Foto: NABU/Kim Detloff


Müllsammel-Aktion im Mittelmeerurlaub

September 2019 - Das Mittelmeer. In vielen von uns weckt es die schönsten Urlaubserinnerungen. Doch heute zählt das Mittelmeer zu jenen offenen Gewässern mit der weltweit höchsten Konzentration an Plastikmüll. Gerade Wassersportlerinnen und -sportler sollten die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschließen. Plastikmüll stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die unser aller Engagement verlangt. Wie einfach es sein kann, einen Beitrag zur Säuberung der Gewässer zu leisten, zeigt das Beispiel des Ehepaars Engelhardt. Ihr Engagement inspiriert hoffentlich viele Menschen zur Nachahmung.

Ulrike und Geert Engelhardt sind Eigner einer Bavaria 49 TELL. Ihr Heimathafen ist die Marina in dem charmanten Örtchen Funtana in der Region Istrien. Kroatiens nördlichste Halbinsel ist ein traumhaftes Mittelmeer-Revier, das sich durch kristallklares Meer, einsame Buchten und malerische Hafenstädte auszeichnet. Doch das Ehepaar, das Mitglied in der DSV Kreuzer-Abteilung ist und bereits seit vielen Jahren auf der Adria segelt, beobachtet eine erschreckende Entwicklung: Das Mittelmeer erstickt auch hier im Plastikmüll.

Als die Engelhardts im Frühsommer dieses Jahres wieder die Blumeninsel Ilovik anlaufen und dort einen der seltenen Sandstrände Kroatiens zum wiederholten Male total vermüllt vorfinden, fassen sie einen Entschluss. Sie hören auf, sich nur darüber zu wundern, warum die Inselverwaltung ausgerechnet diesen Strand nicht säubert, und packen selber an.

Die Bilanz dieser Aktion: Gut zwei Kubikmeter eingesammelter Plastikmüll. Bora-sicher eingetütet. Damit der eingesammelte Müll auch entsorgt wird, informieren sie darüber hinaus die Bürgermeisterin von Mali Losinj per E-Mail und bitten um den Abtransport des Mülls. Weiter geht der Segeltörn und das Müllsammeln, denn das Motto des Ehepaars lautet jetzt: Kein Ankern ohne Plastikmüll sammeln! Fünf Kubikmeter Plastikmüll sind so innerhalb von fünf Wochen zusammengekommen – das ist etwa eine Tonne! Inzwischen haben die Behörden ihnen auch mitgeteilt, dass sie ihrer Bitte nachgekommen sind und den Müll auf Ilovik abtransportiert haben. „Für uns eine wertvolle Bestätigung, dass man als einzelner einiges bewegen kann“, bemerkt Ute Engelhardt in ihrem Bericht auf der Website der DSV Kreuzer-Abteilung. Doch wieviel mehr könnte man noch erreichen, wenn sich möglichst viele Menschen der Müllsammel-Initiative anschließen würden?

Das Ehepaar Engelhardt appelliert an alle Wassersportlerinnen und Wassersportler, ihrem Beispiel zu folgen und den Müll, den sie an Stränden und im Wasser vorfinden, einfach einzusammeln und fachgerecht zu entsorgen. „Wenn jede Chartercrew während eines einwöchigen Törns nur einen 120l Müllsack sammeln und im nächsten Hafen ordentlich entsorgen würde, wäre einiges getan“, betont das Ehepaar in einem Schreiben, das es an zahlreiche Segelschulen und Charterbetriebe geschickt hat. Auf diese Weise wirbt es um Unterstützung für ihr Anliegen, um möglichst viele Gleichgesinnte zu erreichen. Viel braucht man übrigens nicht, um einen Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten: Ein paar Handschuhe – auch wenn der Müll in der Regel vom Meer sauber gewaschen ist –, einen Müllsack, einen Kabelbinder und festes Schuhwerk empfehlen die engagierten Müllsammler. Los geht’s – und die Müllfunde hinterher hier auf der Website melden.


Start der virtuellen Unterwasser-Realität OstseeLIFE

September 2018 - Nach über einem Jahr Arbeit ging sie nun endlich an den Start: die virtuelle Unterwasser-Realität des NABU, OstseeLIFE. Erstmals kann jeder und jede die Schönheiten der Ostsee erleben – ohne Flossen und Schnorchel, von zu Hause oder unterwegs. Mit Virtual-Reality-Brille steuern Nutzer und Nutzerinnen den virtuellen Tauchgang mit ihren eigenen Augen. Alternativ kann die Ostsee auch auf dem Computer, Tablet oder Smartphone über faszinierende 360-Grad-Aufnahmen erkundet werden.

Unter dem Motto Erleben - Verstehen - Schützen möchte der NABU dafür sensibilisieren, wie vielfältig und schützenswert die Meeresnatur vor unserer Haustür ist. Wir Menschen bringen sie täglich aufs Neue aus dem Gleichgewicht: Überfischung, industrielle Nutzung, intensiver Schiffsverkehr und die andauernde Verschmutzung bedrohen die Tier- und Pflanzenvielfalt der Ostsee.

Probieren Sie es aus und tauchen Sie unter nabu.de/ostsee-life ab!


International Coastal Cleanup Day am 15. September 2018

Der nächste Küstenreinigungsputz steht an!

Was in den 1980er Jahren als Initiative nur einer Handvoll Aktiver begann, ist heute die größte ehrenamtliche Meeresschutzaktion der Welt: der International Coastal Cleanup Day (ICC). Am dritten Septemberwochenende eines Jahres treffen sich weltweit Hunderttausende Menschen, um Strände und Küsten, Fluss- und Seeufer von gefährlichen Abfällen zu befreien. Über 8.300 Tonnen sammelten eine halbe Million Menschen aus 112 Ländern vergangenes Jahr!

Seit dem Jahr 2010 ist der NABU mit Unterstützung seiner Ortsgruppen und zahlreicher Partner dabei. Auch in diesem Jahr wollen die Gewässerretter ein gemeinsames Zeichen für den Naturschutz setzen. Von Mitte September bis Anfang Oktober machen wir klar Schiff.

Werdet auch ihr Teil einer engagierten Gemeinschaft und plant eure eigene Aufräumaktion. Ladet euch unsere Gewässerretter-App herunter und setzt gemeinsam mit euren Freunden ein Zeichen für saubere Meere, Flüsse und Seen.

Mehr zum ICC

Foto: Felix Paulin


Gewässerretter auf der boot 2018

Januar 2018 - Vom 20. bis 28. Januar 2018 ist Gewässerretter auf der Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf und stellt dort seine Meeresschutzarbeit und die Plattform vor. Allein im letzten Jahr wurden 10.000 Kilogramm Müll von Freiwilligen an der Küste und auch aus Flüssen und Seen entfernt.

Auf der Wassersportmesse boot sind die Gewässerretter in Halle 3 am VDST-Stand (A 54) zu finden. NABU-Vorträge finden im Maritimen Klassenzimmer in Halle 14 (E34) statt:

Maritimes Klassenzimmer: 20./21./27./28. Januar jeweils 14:00 Uhr: Vortrag „Faszinierende Vielfalt in Nord- und Ostsee“ und „Klimawandel und Plastikvermüllung: Ozeane am Limit“.

Pressefotos zum kostenlosen Download finden Sie unter: www.nabu.de/presse/fotos/#plastikmuell

Gewässerretter auf der boot - Foto: Verband Deutscher Sporttaucher e.V.


Weltweit Gewässer reinigen

International Coastal Cleanup Day 2017

September 2017 - Anlässlich des International Coastal Cleanup Days 2017 waren wieder unzählige NABU und NAJU-Freiwillige als Gewässerretter aktiv und sammelten bei 27 Aktionen mehr als 2.200 Kilogramm Müll aus Flüssen, Seen und an Stränden.

Fleißige Helfer: ICC 2017 Dockkoog - Foto: NABU Husum

Dabei reichten die Fundstücke von einem im Naturschutzgebiet abgestellten Strandkorb und einem Sessel bis hin zu kleinsten Fundstücken wie Zigarettenkippen und anderen kleinen Plastikteilen. Eine NAJU-Gruppe, die ein Gewässer in der Nähe eines Bahnhofs reinigte, fand sogar 35 geknackte Fahrradschlösser.

Insgesamt zeigte sich auch dieses Jahr wieder, dass insbesondere Plastikmüll eine Bedrohung für unsere Tier und Pflanzenwelt darstellt. Mit jedem Jahr nimmt die Müllbelastung unserer Meere zu, allein 600.000 Kubikmeter Müll liegen nach Schätzungen am Grund der Nordsee, eine Menge die den Kölner Dom eineinhalb Mal füllen könnte. Doch der Müll stammt nicht nur von der Küste. Flüsse tragen aus dem Landesinneren Tausende Tonnen Müll in die Ozeane, viele Seen gleichen gerade nach einem warmen Sommerwochenende Müllhalden. Und so waren die Gewässerretter auch nicht nur an den Küsten aktiv sondern auch im Landesinneren und reinigten Gewässer, unter anderem bei Leipzig, Berlin und Hannover.

Dank des Einsatzes der Gewässerretter konnten auf diese Weise nicht nur auf über 15 Kilometer Strecke Gewässer und Küsten von Müll befreit werden, sondern die Gewässerretter setzten auch ein deutliches Zeichen für Müllvermeidung und einen nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen.


Gewässerretter auf und im Wasser - die große "NABU macht Meer"-Tour im August 2017

August 2017 - Zehn Tage lang waren mehr als 30 NABU-Aktive sowie Wissenschaftler mit dem Traditionssegler „Ryvar“ unterwegs auf Nord- und Ostsee, haben in sechs Häfen Station gemacht und dort im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen und Fachformaten auf die aktuellen Herausforderungen des Meeresschutzes aufmerksam gemacht. Hunderte Menschen waren bei uns an Bord oder an den Infoständen der „NABU macht Meer“-Tour und haben sich über die aktuellen Herausforderungen im Meeresschutz informiert.

Neben einzigartigen Naturmomenten musste die Crew aus Naturschützern und Wissenschaftlern auch die weit fortgeschrittene Industrialisierung an unseren Küsten erleben. Offshore-Industrie, Fischerei, Schifffahrt oder Plastikvermüllung – die Belastungen sind allgegenwärtig.
Mitarbeiter der Hochschule Magdeburg-Stendal setzten an Bord der „Ryvar“ eine neue Methode der Mikroplastik-Erfassung ein und filterten entlang der Route von 250 Seemeilen. Erste mikroskopische Untersuchungen zeigten, dass in jeder Probe Plastikfragmente und Textilfasern zu finden sind.

In Kiel haben dabei die „Gewässerretter“ gemeinsam ein Zeichen gegen die Müllflut in unseren Meeren gesetzt. Begleitet von Seglern, Kanuten und Tauchern lief die Ryvar vor dem Kieler Landtag ein. Mit der Aktion zeigen wir, dass wir das Problem Meeresmüll mit vereinten Kräften angehen müssen, um was zu erreichen - so wie es Segler, Taucher, Kanuten und Naturschützer mit dem Projekt Gewässerretter tun.

Einlaufparade der Gewässerretter in Kiel - Foto: Volker Gehrmann

50 Prozent für die Natur

Für viele überraschend war, wie laut die Nord- und Ostsee heute sind. An sechs Stationen in verschiedenen Meeresschutzgebieten führte das Institut für Technische und Angewandte Physik aus Oldenburg Unterwasserschallmessungen durch. Schon die Hintergrundbelastung von 120 bis zu 140 Dezibel stellt für Schweinswale eine große Belastung dar. Näherte sich ein Containerschiff oder eine Fähre, so stieg der Wert um sechs bis zehn Dezibel an, was mehr als einer Verdopplung der Lärmbelastung entspricht.

In der Elbmündung führte der NABU auch eigene Messung zu den ultrafeinen Rußpartikeln aus Schiffsemissionen durch. Dabei wurde der bis zu 200fache Wert gegenüber der Hintergrundbelastung gemessen. Eine große Gefahr für Mensch und Umwelt.

Unsere Botschaft ist deshalb klar: Deutschland braucht einen Kurswechsel in der Meerespolitik. 50 Prozent der Schutzgebiete müssen der Natur vorbehalten sein und eine eigene Meeresschutzbehörde muss aufgebaut werden.

Weitere Informationen auf www.NABUmachtMeer.de sowie im NABU-Blog.


Eine Tonne Müll in zwei Stunden

Große Aufräumaktion am Berliner Landwehrkanal

03.09.2016 - Bereits am 3. September fand im Rahmen des International Coastal Cleanup 2016 am Berliner Landwehrkanal eine große Aufräumaktion statt. Dass diese dringend notwendig war, zeigt die traurige Müllbilanz: Taucher fischten Einkaufswagen, Fährräder, Straßenschilder, ein Sortiment an Gartenstühlen, tausende Flaschen, Kronkorken, Zigarettenkippen und Reste von Tüten und Plastikverpackungen – insgesamt eine Tonne Müll – aus dem Wasser.

Insgesamt haben sich 40 Freiwillige auf dem 70 Meter langen Kanalabschnitt mit angepackt, darunter 13 Taucher – vom NABU, vom Müllsammelfloß Panther Ray, von Mitgliedern des Tauchsportklub Adlershof und von Tauchern des VDST (Verband Deutscher Sporttaucher).

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die aktiv teilgenommen und den Tag zu einem Erfolg für die Umwelt gemacht haben: die Landestauchsportverbände Berlin und Brandenburg, die „Stinknormalen Superhelden“, die mit fantasievollen Kostümen heldenhaft im Einsatz waren, die DLRG, die Wasserschutzpolizei, die BSR und die Freiwilligen, die spontan an Land mit angepackt haben.

Mehr zum  Cleanup 2016