Taucher am Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktuelles


Gewässerretter starten mit neuem Partner in besondere Müllsammel-Saison

Die Allianz der Gewässerretter wächst und bereitet sich auf eine besondere Müllsammel-Saison vor. Seit diesem Jahr ist mit dem Deutschen Ruderverband (DRV) ein vierter großer Wassersportverband Partner  des NABU im Einsatz für saubere Meere, Flüsse und Seen. Damit wächst die ehrenamtliche Basis der Gewässerretter um 600 Rudervereine auf insgesamt mehr als 1,1 Millionen Mitglieder.

Bedingt durch die Corona-Pandemie müssen auch die freiwilligen Müllsammler*innen in diesem Jahr besondere Hygieneregeln einhalten. Darüber hinaus gibt es länderspezifische Verhaltensregeln, die zu beachten sind.

Und noch etwas ist neu. Wir suchen die Gewässerretter des Jahres. In den drei Kategorien Masse, Wow-Effekt und Kreativität gibt es dreimal 333 Euro zu gewinnen. Am 19. September 2020 ist International Coastal-Cleanup-Day. Mitmachen und gewinnen! Informationen zum Wettbewerb findet ihr weiter unten auf dieser Seite.

Zur aktuellen Pressemeldung der Gewässerretter


Küstenputztag 2020

Der zentrale Küstenputztag „International Coastal Cleanup Day“ (ICCD) in diesem Jahr ist der 19. September.

Im vergangenen Jahr haben viele von Euch die Initiative unterstützt, sodass wir auf 40 Aktionen mit 404 Sammler*innen und 4.604 kg gesammelten Müll kamen. Das war das größte bisher gesammelte Müllgewicht in der Geschichte der NABU-Putzaktionen!

Herzlichen Dank für Euren Einsatz!

Auch 2020 wollen wir bundesweit unsere Aktionen bündeln, gemeinsam kommunizieren, evaluieren sowie auf die Gefahren von Müll im Meer aufmerksam machen.

Bitte tragt Eure geplante Aktion hier auf Gewässerretter ein.


Neuer Wettbewerb: Werdet Gewässerretter des Jahres 2020 und gewinnt 3-mal 333 Euro mit eurer Aktion!

+++ Der Aktionszeitraum des Wettbewerbs wird ggf. aufgrund des Covid-19-Virus verlängert. Außerdem haben wir die Gewinn-Rubriken angepasst.+++

Und so geht`s:

Berücksichtigt werden Beiträge bis zum 30. September 2020, die auf www.gewässerretter.de eingetragen wurden und mit Bildern belegt sind. Die Bilder müssen nach Abschluss der Aktion/beim Eintragen unter Erledigt hochgeladen werden. Ausgenommen sind Großveranstaltungen von Kommunen und Unternehmen. Bewertet wird am Ende in drei Kategorien.

Rubrik 1: Die Masse zählt – Aktion mit der größten Müllmenge (in kg)

Rubrik 2: Der Wow-Effekt zählt – Schickt uns ein Bild Eures spektakulärsten Fundstücks.

Rubrik 3: Die Kreativität zählt – Zeigt uns Euren kreativen Clean-up in Zeiten von Corona (Wie geht Ihr mit der Pandemie um und was sind ihre Folgen?)

Wir wünschen euch viel Erfolg!


AKTUELLER HINWEIS ZUM UMGANG MIT DEM COVID-19-Virus

Die Clean-up Saison hat wieder angefangen. In Zeiten von Corona bitten wir euch, folgendes zu beachten:

  • Zum Zeitpunkt des Clean-Ups sollten die lokalen Regeln (z.B. Abstandsregeln, Mund-/Nasenmaske, Teilnehmer*innenliste) überprüft und eingehalten werden.
  • Bitte berücksichtigt auch die Empfehlungen eurer Wasser-Sportverbände und des NABU.

Unsere Empfehlungen für Arbeitseinsätze sind:

Wenn Arbeitseinsätze stattfinden sollen, ist körperliche Nähe – Abstände von weniger als zwei Metern – dringend zu vermeiden. Auch bei gemeinsamer Verpflegung während oder nach Arbeitseinsätzen ist Hygiene wichtiger als je zuvor.

Vor Beginn des Arbeitseinsatzes sollte gerade bei unbekannten Mitmachenden folgendes abgefragt werden. Helfer*innen, die eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten nach Hause geschickt werden:

  • Haben Sie sich in den letzten 14 Tagen im Risikogebiet aufgehalten? Hierzu gibt es eine ständig aktualisierte Übersicht des Robert-Koch-Instituts.
  • Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem neuen Coronavirus infizierten oder erkrankten Person?
  • Haben Sie Beschwerden, die für einen Atemwegsinfekt sprechen?

Für den Fall einer Infektion und die notwendige Nachverfolgung der Kontakte  sollten bei jedem Arbeitseinsatz die Namen und Adressen sämtlicher Helfer*innen notiert werden.


NABU auf der Messe "boot" 2020

Auf der Wassersportmesse boot vom 18. bis 26. Januar 2020 lädt der NABU an gleich zwei Ständen zum Abtauchen mit OstseeLIFE ein. Wer nach dem Tauchgang Lust bekommt, gleich selbst aktiv zu werden, kann das tun.

Mit Clean-Ups an Küsten, Seen und Flüssen zum Beispiel. Saubere Meere sind ein Gewinn für uns alle. Wer unsere Gewässer von Müll befreit, kann in diesem Jahr gleich doppelt gewinnen. Der NABU sucht gemeinsam mit den Wassersportverbänden die „Gewässerretter des Jahres“. Gewinne gibt es für die erfolgreichste, größte und kreativste Sammelaktion im Jahr 2020. Mehr Infos demnächst hier.

Warum Meeresschutz heute wichtiger ist denn je, zeigt NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff bei seinem Vortrag „Meere in der Klimakrise“. Zu hören: Dienstag, 21.1. 2020, 17:30 Uhr, beim Ocean Forum.

Hier finden Sie den NABU auf der boot:
„Love your Ocean“-Stand, in Halle 11, Stand G02 (OstseeLIFE) und Stand des VDST, Halle 12, Stand E21 (OstseeLIFE und Gewässerretter)

 


Gewässerschutzforum der Umweltverbände

November 2019 - Für Europas Gewässer ist 2019 ein Schicksalsjahr. Die EU entscheidet darüber, ob die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) - das Herzstück der EU-Gesetzgebung zum Schutz unserer Flüsse, Seen, Küstengewässer und unseres Grundwassers – erhalten oder geändert werden soll. Unabhängig davon, wie diese Entscheidung ausfällt: Deutschland muss mehr tun, um den Zustand unserer Gewässer zu verbessern.

Aber wie kann es gelingen, eine starke EU-Gesetzgebung zu erhalten und die Umsetzung in den Mitgliedstaaten zu verbessern? Dazu wird beim Gewässerschutzforum der Umweltverbände mit Vertretern der EU-Kommission, Ministerien, Fachbehörden sowie der Wissenschaft ins Gespräch kommen. Denn: Gewässerschutz geht nur gemeinsam (voran)!

Diskutieren Sie mit und sehen Sie sich eines der spannendsten Wildnis-Flussprojekte in Deutschland an!

Wann: Freitag, 15. November 2019 | 10:00-19:30 Uhr und Samstag, 16. November 2019 | 9:00-13:00 Uhr
Wo: Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung bis zum 06. November 2019 unter NABU.de

Foto: Martin Becker/Boogaloo Graphic

Die „Wilde Mulde“ ist eine der wenigen stadtnahen Wildflusslandschaften dieser Größe in Deutschland. - Foto: Martin Becker/Boogaloo Graphic.


Rekordzahl beim Internationalen Küstenputztag 2019

September 2019 - Neuer Rekord beim diesjährigen Küstenputztag ICCD (International Coastal Cleanup Day): Hunderte Helfer*innen sammelten am 21. September 4.604 Kilogramm Müll an Küsten und Ufern vor allem in Norddeutschland. 2016 waren gut 4.000 Kilogramm gewogen worden. Die diesjährige Menge von 4.604 Kilo kam bei insgesamt 35 NABU-Aktionen zusammen. 14 weitere Aktionen haben ebenfalls Abfälle beseitig, aber ihre Funde nicht gewogen – die Natur wurde also von noch mehr Abfall befreit. Die Aktiven haben bei zwölf Putzaktionen über 10.000 Müll-Fundstücke gezählt. Die Anzahl der Zigarettenkippen ergab dabei mit knapp 20 Prozent den höchsten Anteil am Müll, gefolgt von Verpackungsmaterial mit 15 Prozent, kleine Plastikstücke mit zwölf Prozent und Plastiktüten sowie Lebensmittelverpackungen mit jeweils acht Prozent.

NAJU: Lina Hilsmann

Trashbusters Aktion des NAJU NRW - Foto: Lina Hilsmann

NABU Wattwurm-Team

Das NABU-Wattwurm-Team Therese Paetow, Moritz Rocho und Britta Ranft.

Detlef Kisee © NABU Wattenhuus Bensersiel

Das NABU Wattenhuus Bensersiel räumt am Naturstrand Bensersiel auf. - Foto: Detlef Kisee

Silke König © NABU Wattenhuus Bensersiel

Die fleißigen Helfer*innen vom NABU Wattenhuus Bensersiel. - Foto: Silke König

Silke König © NABU Wattenhuus Bensersiel

Das NABU Wattenhuus Bensersiel räumt am Naturstrand Bensersiel auf. - Foto: Silke König


Trashbusters: Aktionswochen für Kinder und Jugendliche

September 2019 - Vom 14. September bis zum 03. Oktober ruft die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) wieder zu den Trashbusters-Aktionswochen auf. In diesem Zeitraum können Kinder und Jugendliche bis 27 Jahren mit ihren Aktionen gegen die Plastikflut kämpfen. Mit ihren Aktivitäten leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz – sie können auch Sachpreise im Gesamtwert von 2.000 Euro gewinnen.
Ein Highlight ist die Auftaktveranstaltung am 14. September im Rahmen des PlanetArt Festivals of Nature in Berlin: www.trashbusters.de/aktionswochen/trashbusters-day-planetart/  Neben der ersten Müllsammelaktion der Aktionswochen warten dort auch ein kreativer Theaterworkshop und eine spannende Podiumsdiskussion auf alle Interessierten. Eine Anmeldung ist für die Teilnahme an Müllsammlung und Workshop notwendig, damit genügend Material und Verpflegung für alle vorhanden sind.
Alle wichtigen Infos zu den Trashbusters-Aktionswochen gibt es online auf www.trashbusters.de/aktionswochen/

Trashbusters Aktion

NAJU | Philipp Striegeler

Trashbusters Aktion

NAJU | Heike Albrecht


Gemeinsam für den Schutz der Gewässer

Juli 2019 - Der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), der NABU (Naturschutzbund Deutschland), der Deutsche Segler-Verband (DSV) und der Deutsche Kanu-Verband (DKV) trafen am Wannsee zusammen, um zu zeigen, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit der Schutz der Gewässer ist. 

Gewässerretter - Volker Gehrmann

Eine bunte Mischung von Gewässerrettern © Volker Gehrmann

Gewässerretter Wasser - Volker Gehrmann

Gewässerretter zu Wasser © Volker Gehrmann

Gemeinsam - Volker Gehrmann

Gemeinsam schaffen wir das © Volker Gehrmann

DKV - Volker Gehrmann

DKV © Volker Gehrmann


OstseeLIFE und Gewässerretter auf der boot 2019

Januar 2019 – Vom 19. bis zum 27. Januar 2019 präsentiert der NABU auf der weltgrößten Wassersportmesse boot seine virtuelle Unterwasser-Realität OstseeLIFE. Messebesucher und –besucherinnen können mit VR-Brillen in Seegraswiesen, Steinriffe und das Reich alter Schiffswracks eintauchen; zuhause oder unterwegs ist der virtuelle Tauchgang auch am Desktop, Smartphone oder Tablet möglich. „Nur wer die einzigartige Schönheit an unseren Küsten kennt, der weiß auch, was die Natur hier so schützenswert macht“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Etwa 2.700 Arten leben in der Ostsee, ein Drittel davon steht auf der Roten Liste und gilt als bedroht. Schuld daran ist der Mensch. Überfischung, Industrialisierung, Nährstoffbelastung und immer mehr Plastikmüll machen dem kleinen Brackwassermeer zu schaffen. OstseeLIFE zeigt auch, wie man sich für den Schutz der Meere engagieren kann, beispielsweise mit dem Gewässerretter-Portal (mehr dazu hier).

Auf der boot ist der NABU in Halle 3 am VDST-Stand (A54) und in Halle 14 am Gemeinschaftsstand „Love your Ocean“ (B22 und B31) zu finden. NABU-Vorträge finden auf der „Love your Ocean”-Bühne an folgenden Terminen statt: 19. und 21.1. jeweils 14:45 Uhr, 20.1. 15:45 Uhr, 26.1. 14:00 Uhr und 27.1. 14:30 Uhr. Vorträge im Maritimen Klassenzimmer (Halle 14, Stand A02) finden statt am 19. und 26.1. um 14:00 Uhr und am 27.1. 13:30 Uhr.

OstseeLIFE-VR-Modul - Foto: NABU/Kim Detloff

Foto: NABU/Kim Detloff


Müllsammel-Aktion im Mittelmeerurlaub

September 2019 - Das Mittelmeer. In vielen von uns weckt es die schönsten Urlaubserinnerungen. Doch heute zählt das Mittelmeer zu jenen offenen Gewässern mit der weltweit höchsten Konzentration an Plastikmüll. Gerade Wassersportlerinnen und -sportler sollten die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschließen. Plastikmüll stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die unser aller Engagement verlangt. Wie einfach es sein kann, einen Beitrag zur Säuberung der Gewässer zu leisten, zeigt das Beispiel des Ehepaars Engelhardt. Ihr Engagement inspiriert hoffentlich viele Menschen zur Nachahmung.

Ulrike und Geert Engelhardt sind Eigner einer Bavaria 49 TELL. Ihr Heimathafen ist die Marina in dem charmanten Örtchen Funtana in der Region Istrien. Kroatiens nördlichste Halbinsel ist ein traumhaftes Mittelmeer-Revier, das sich durch kristallklares Meer, einsame Buchten und malerische Hafenstädte auszeichnet. Doch das Ehepaar, das Mitglied in der DSV Kreuzer-Abteilung ist und bereits seit vielen Jahren auf der Adria segelt, beobachtet eine erschreckende Entwicklung: Das Mittelmeer erstickt auch hier im Plastikmüll.

Als die Engelhardts im Frühsommer dieses Jahres wieder die Blumeninsel Ilovik anlaufen und dort einen der seltenen Sandstrände Kroatiens zum wiederholten Male total vermüllt vorfinden, fassen sie einen Entschluss. Sie hören auf, sich nur darüber zu wundern, warum die Inselverwaltung ausgerechnet diesen Strand nicht säubert, und packen selber an.

Die Bilanz dieser Aktion: Gut zwei Kubikmeter eingesammelter Plastikmüll. Bora-sicher eingetütet. Damit der eingesammelte Müll auch entsorgt wird, informieren sie darüber hinaus die Bürgermeisterin von Mali Losinj per E-Mail und bitten um den Abtransport des Mülls. Weiter geht der Segeltörn und das Müllsammeln, denn das Motto des Ehepaars lautet jetzt: Kein Ankern ohne Plastikmüll sammeln! Fünf Kubikmeter Plastikmüll sind so innerhalb von fünf Wochen zusammengekommen – das ist etwa eine Tonne! Inzwischen haben die Behörden ihnen auch mitgeteilt, dass sie ihrer Bitte nachgekommen sind und den Müll auf Ilovik abtransportiert haben. „Für uns eine wertvolle Bestätigung, dass man als einzelner einiges bewegen kann“, bemerkt Ute Engelhardt in ihrem Bericht auf der Website der DSV Kreuzer-Abteilung. Doch wieviel mehr könnte man noch erreichen, wenn sich möglichst viele Menschen der Müllsammel-Initiative anschließen würden?

Das Ehepaar Engelhardt appelliert an alle Wassersportlerinnen und Wassersportler, ihrem Beispiel zu folgen und den Müll, den sie an Stränden und im Wasser vorfinden, einfach einzusammeln und fachgerecht zu entsorgen. „Wenn jede Chartercrew während eines einwöchigen Törns nur einen 120l Müllsack sammeln und im nächsten Hafen ordentlich entsorgen würde, wäre einiges getan“, betont das Ehepaar in einem Schreiben, das es an zahlreiche Segelschulen und Charterbetriebe geschickt hat. Auf diese Weise wirbt es um Unterstützung für ihr Anliegen, um möglichst viele Gleichgesinnte zu erreichen. Viel braucht man übrigens nicht, um einen Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten: Ein paar Handschuhe – auch wenn der Müll in der Regel vom Meer sauber gewaschen ist –, einen Müllsack, einen Kabelbinder und festes Schuhwerk empfehlen die engagierten Müllsammler. Los geht’s – und die Müllfunde hinterher hier auf der Website melden.


Start der virtuellen Unterwasser-Realität OstseeLIFE

September 2018 - Nach über einem Jahr Arbeit ging sie nun endlich an den Start: die virtuelle Unterwasser-Realität des NABU, OstseeLIFE. Erstmals kann jeder und jede die Schönheiten der Ostsee erleben – ohne Flossen und Schnorchel, von zu Hause oder unterwegs. Mit Virtual-Reality-Brille steuern Nutzer und Nutzerinnen den virtuellen Tauchgang mit ihren eigenen Augen. Alternativ kann die Ostsee auch auf dem Computer, Tablet oder Smartphone über faszinierende 360-Grad-Aufnahmen erkundet werden.

Unter dem Motto Erleben - Verstehen - Schützen möchte der NABU dafür sensibilisieren, wie vielfältig und schützenswert die Meeresnatur vor unserer Haustür ist. Wir Menschen bringen sie täglich aufs Neue aus dem Gleichgewicht: Überfischung, industrielle Nutzung, intensiver Schiffsverkehr und die andauernde Verschmutzung bedrohen die Tier- und Pflanzenvielfalt der Ostsee.

Probieren Sie es aus und tauchen Sie unter nabu.de/ostsee-life ab!


International Coastal Cleanup Day am 15. September 2018

Der nächste Küstenreinigungsputz steht an!

Was in den 1980er Jahren als Initiative nur einer Handvoll Aktiver begann, ist heute die größte ehrenamtliche Meeresschutzaktion der Welt: der International Coastal Cleanup Day (ICC). Am dritten Septemberwochenende eines Jahres treffen sich weltweit Hunderttausende Menschen, um Strände und Küsten, Fluss- und Seeufer von gefährlichen Abfällen zu befreien. Über 8.300 Tonnen sammelten eine halbe Million Menschen aus 112 Ländern vergangenes Jahr!

Seit dem Jahr 2010 ist der NABU mit Unterstützung seiner Ortsgruppen und zahlreicher Partner dabei. Auch in diesem Jahr wollen die Gewässerretter ein gemeinsames Zeichen für den Naturschutz setzen. Von Mitte September bis Anfang Oktober machen wir klar Schiff.

Werdet auch ihr Teil einer engagierten Gemeinschaft und plant eure eigene Aufräumaktion. Ladet euch unsere Gewässerretter-App herunter und setzt gemeinsam mit euren Freunden ein Zeichen für saubere Meere, Flüsse und Seen.

Mehr zum ICC

Foto: Felix Paulin


Gewässerretter auf der boot 2018

Januar 2018 - Vom 20. bis 28. Januar 2018 ist Gewässerretter auf der Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf und stellt dort seine Meeresschutzarbeit und die Plattform vor. Allein im letzten Jahr wurden 10.000 Kilogramm Müll von Freiwilligen an der Küste und auch aus Flüssen und Seen entfernt.

Auf der Wassersportmesse boot sind die Gewässerretter in Halle 3 am VDST-Stand (A 54) zu finden. NABU-Vorträge finden im Maritimen Klassenzimmer in Halle 14 (E34) statt:

Maritimes Klassenzimmer: 20./21./27./28. Januar jeweils 14:00 Uhr: Vortrag „Faszinierende Vielfalt in Nord- und Ostsee“ und „Klimawandel und Plastikvermüllung: Ozeane am Limit“.

Pressefotos zum kostenlosen Download finden Sie unter: www.nabu.de/presse/fotos/#plastikmuell

Gewässerretter auf der boot - Foto: Verband Deutscher Sporttaucher e.V.


Weltweit Gewässer reinigen

International Coastal Cleanup Day 2017

September 2017 - Anlässlich des International Coastal Cleanup Days 2017 waren wieder unzählige NABU und NAJU-Freiwillige als Gewässerretter aktiv und sammelten bei 27 Aktionen mehr als 2.200 Kilogramm Müll aus Flüssen, Seen und an Stränden.

Fleißige Helfer: ICC 2017 Dockkoog - Foto: NABU Husum

Dabei reichten die Fundstücke von einem im Naturschutzgebiet abgestellten Strandkorb und einem Sessel bis hin zu kleinsten Fundstücken wie Zigarettenkippen und anderen kleinen Plastikteilen. Eine NAJU-Gruppe, die ein Gewässer in der Nähe eines Bahnhofs reinigte, fand sogar 35 geknackte Fahrradschlösser.

Insgesamt zeigte sich auch dieses Jahr wieder, dass insbesondere Plastikmüll eine Bedrohung für unsere Tier und Pflanzenwelt darstellt. Mit jedem Jahr nimmt die Müllbelastung unserer Meere zu, allein 600.000 Kubikmeter Müll liegen nach Schätzungen am Grund der Nordsee, eine Menge die den Kölner Dom eineinhalb Mal füllen könnte. Doch der Müll stammt nicht nur von der Küste. Flüsse tragen aus dem Landesinneren Tausende Tonnen Müll in die Ozeane, viele Seen gleichen gerade nach einem warmen Sommerwochenende Müllhalden. Und so waren die Gewässerretter auch nicht nur an den Küsten aktiv sondern auch im Landesinneren und reinigten Gewässer, unter anderem bei Leipzig, Berlin und Hannover.

Dank des Einsatzes der Gewässerretter konnten auf diese Weise nicht nur auf über 15 Kilometer Strecke Gewässer und Küsten von Müll befreit werden, sondern die Gewässerretter setzten auch ein deutliches Zeichen für Müllvermeidung und einen nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen.


Gewässerretter auf und im Wasser - die große "NABU macht Meer"-Tour im August 2017

August 2017 - Zehn Tage lang waren mehr als 30 NABU-Aktive sowie Wissenschaftler mit dem Traditionssegler „Ryvar“ unterwegs auf Nord- und Ostsee, haben in sechs Häfen Station gemacht und dort im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen und Fachformaten auf die aktuellen Herausforderungen des Meeresschutzes aufmerksam gemacht. Hunderte Menschen waren bei uns an Bord oder an den Infoständen der „NABU macht Meer“-Tour und haben sich über die aktuellen Herausforderungen im Meeresschutz informiert.

Neben einzigartigen Naturmomenten musste die Crew aus Naturschützern und Wissenschaftlern auch die weit fortgeschrittene Industrialisierung an unseren Küsten erleben. Offshore-Industrie, Fischerei, Schifffahrt oder Plastikvermüllung – die Belastungen sind allgegenwärtig.
Mitarbeiter der Hochschule Magdeburg-Stendal setzten an Bord der „Ryvar“ eine neue Methode der Mikroplastik-Erfassung ein und filterten entlang der Route von 250 Seemeilen. Erste mikroskopische Untersuchungen zeigten, dass in jeder Probe Plastikfragmente und Textilfasern zu finden sind.

In Kiel haben dabei die „Gewässerretter“ gemeinsam ein Zeichen gegen die Müllflut in unseren Meeren gesetzt. Begleitet von Seglern, Kanuten und Tauchern lief die Ryvar vor dem Kieler Landtag ein. Mit der Aktion zeigen wir, dass wir das Problem Meeresmüll mit vereinten Kräften angehen müssen, um was zu erreichen - so wie es Segler, Taucher, Kanuten und Naturschützer mit dem Projekt Gewässerretter tun.

Einlaufparade der Gewässerretter in Kiel - Foto: Volker Gehrmann

50 Prozent für die Natur

Für viele überraschend war, wie laut die Nord- und Ostsee heute sind. An sechs Stationen in verschiedenen Meeresschutzgebieten führte das Institut für Technische und Angewandte Physik aus Oldenburg Unterwasserschallmessungen durch. Schon die Hintergrundbelastung von 120 bis zu 140 Dezibel stellt für Schweinswale eine große Belastung dar. Näherte sich ein Containerschiff oder eine Fähre, so stieg der Wert um sechs bis zehn Dezibel an, was mehr als einer Verdopplung der Lärmbelastung entspricht.

In der Elbmündung führte der NABU auch eigene Messung zu den ultrafeinen Rußpartikeln aus Schiffsemissionen durch. Dabei wurde der bis zu 200fache Wert gegenüber der Hintergrundbelastung gemessen. Eine große Gefahr für Mensch und Umwelt.

Unsere Botschaft ist deshalb klar: Deutschland braucht einen Kurswechsel in der Meerespolitik. 50 Prozent der Schutzgebiete müssen der Natur vorbehalten sein und eine eigene Meeresschutzbehörde muss aufgebaut werden.

Weitere Informationen auf www.NABUmachtMeer.de sowie im NABU-Blog.


Eine Tonne Müll in zwei Stunden

Große Aufräumaktion am Berliner Landwehrkanal

03.09.2016 - Bereits am 3. September fand im Rahmen des International Coastal Cleanup 2016 am Berliner Landwehrkanal eine große Aufräumaktion statt. Dass diese dringend notwendig war, zeigt die traurige Müllbilanz: Taucher fischten Einkaufswagen, Fährräder, Straßenschilder, ein Sortiment an Gartenstühlen, tausende Flaschen, Kronkorken, Zigarettenkippen und Reste von Tüten und Plastikverpackungen – insgesamt eine Tonne Müll – aus dem Wasser.

Insgesamt haben sich 40 Freiwillige auf dem 70 Meter langen Kanalabschnitt mit angepackt, darunter 13 Taucher – vom NABU, vom Müllsammelfloß Panther Ray, von Mitgliedern des Tauchsportklub Adlershof und von Tauchern des VDST (Verband Deutscher Sporttaucher).

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Aktion im Berliner Urbanhafen - Foto: NABU/Volker Gehrmann

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die aktiv teilgenommen und den Tag zu einem Erfolg für die Umwelt gemacht haben: die Landestauchsportverbände Berlin und Brandenburg, die „Stinknormalen Superhelden“, die mit fantasievollen Kostümen heldenhaft im Einsatz waren, die DLRG, die Wasserschutzpolizei, die BSR und die Freiwilligen, die spontan an Land mit angepackt haben.

Mehr zum  Cleanup 2016